90 Kölner Schüler:innen, ausgelost aus verschiedenen weiterführenden Schulen der Stadt, kommen mit jeweils einigen Wochen Abstand an drei Tagen zusammen, um zu einem selbstgewählten Thema konkrete politische Vorschläge auszuarbeiten – die anschließend vom Kölner Stadtrat öffentlich diskutiert werden.
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Der Zukunftsrat Schule ist ein Pilotprojekt für die politische Beteiligung von Schüler:innen. Mit dem demokratischen Losverfahren werden Teilnehmende nicht ausgewählt, sondern aus allen Schüler:innen ausgelost. So entsteht eine Gruppe, die der Diversität der Kölner Jugend entspricht – und wo auch die Stimmen gehört werden, die sonst nicht zu Wort kommen.

Das Konzept befindet sich aktuell in der Entwicklungsphase. Einen ersten Einblick gibt es hier.

Ziele

Junge Menschen haben konkrete eigene Anliegen, Wünsche und Sorgen. Diese finden jedoch nicht immer die nötige Beachtung – das ist auch während der Pandemie wieder einmal deutlich geworden. Dazu bekommen Jugendliche selten die Gelegenheit, für sich zu sprechen; oft sind es Erwachsene, die entscheiden, was die junge Generation braucht.

Aber gerade für junge Menschen ist es wichtig, mit eigener Stimme unsere Gesellschaft mitgestalten zu können – nicht nur um ihre heutigen Bedürfnisse zu vertreten, sondern auch um Vertrauen in ein demokratisches System zu gewinnen, das bald in ihren Händen liegen wird.

Der Zukunftsrat bietet ihnen eine einzigartige Möglichkeit, sich auszuprobieren, zu einem selbstgewählten Thema gemeinsam Lösungen zu finden und diese in den Kölner Stadtrat einzubringen.


Nicht nur, aber insbesondere junge Menschen haben große Hoffnungen und Erwartungen an unsere Gesellschaft. Sie sehen unsere Herausforderungen oft mit großer Klarheit, haben einen starken ethischen Kompass und ein ungebrochenes Vertrauen in die Möglichkeit der Veränderung. Wenn irgendwelche Ideen allgemeine Aufmerksamkeit verdienen, dann ihre!

Der Zukunftsrat bietet für die Entwicklung von umsetzbaren Ideen den denkbar besten Rahmen – in vielfältiger Zusammensetzung, mit professioneller Moderation, spannendem Rahmenprogramm und sorgfältig aufbereitetem Expertenwissen.


Die aktuelle Schulgeneration ist vielleicht so divers wie keine zuvor. Gleichzeitig beobachten wir mit Sorge die fortschreitende Polarisierung unserer Gesellschaft. Wenn wir unsere Vielfalt vor Allem als Chance und nicht als Risiko begreifen wollen, sollten wir Menschen zusammenbringen, Austausch ermöglichen, gemeinsam nach Lösungen suchen und Freude an der geteilten Verantwortung erlebbar machen.

Genau das ist die Zielsetzung des Zukunftsrates (und von Bürgerräten allgemein). Mit interaktiven und spielerischen Methoden legt die professionelle Moderation besonderen Wert auf den Dialog. Im Mittelpunkt steht das Bedürfnis eines jeden Einzelnen, zu verstehen und verstanden zu werden. So entsteht ein Prozess, mit dessen Ergebnis sich die Teilnehmenden auch dann noch identifizieren können, wenn es ihre Meinung nur zum Teil widerspiegelt.


Unsere Demokratie lebt davon, dass sich Menschen selbst aktiv einbringen. Viele unserer Mitmenschen tun das jedoch kaum oder gar nicht. Dafür gibt es biografische, wirtschaftliche, gesundheitliche und viele Gründe mehr. Das Ergebnis ist jedenfalls, dass die Diskussion über unsere gemeinsame Zukunft oft denjenigen überlassen bleibt, die über bestimmte Ressourcen verfügen, etwa Bildung, Gesundheit, Geld, Kontakte – oder auch nur Selbstvertrauen.

Das können wir besser! Aber dafür müssen wir ein paar Dinge anders machen – in erster Linie die Auswahl der Menschen, die mitreden. Das ist genau das, was das demokratische Losverfahren erreichen möchte. Probiert es mit uns aus!


Wir sind davon überzeugt, dass die Idee der Losdemokratie große Chancen bietet. Daher freuen wir uns sehr, dass die Stadt Köln dieses Jahr den ersten Kölner Bürgerrat organisiert. Wir hoffen, dass möglichst viele Menschen davon etwas mitbekommen werden. Aber wir wollen es nicht dabei belassen, sondern gemeinsam mit jungen Kölner:innen den Beweis antreten, dass wirklich jede:r einen wertvollen Beitrag zu unserer Demokratie leisten kann!